Studien

Das leisten Biosimilars für unser Gesundheitssystem

Neue Studie der AG Pro Biosimilars: Verlässlich, bezahlbar, gerecht — Das leisten Biosimilars für die Versorgung!

Welche positiven Effekte haben Biosimilars für das Gesundheitssystem? Wer genau profitiert davon, wie kann es weitergehen, und welche Entwicklungen gefährden diesen Erfolg? Die Studie „Verlässlich, bezahlbar, gerecht: Das leisten Biosimilars für die Versorgung!“ geht diesen Fragen nach. Sie belegt außerdem anhand neuer Berechnungen, wie hoch die durch Biosimilars generierten Einsparungen bereits heute ausfallen.

Die Versorgung mit Biosimilars

Verlässlich

Bezahlbar

Gerecht

Der Wettbewerb im Markt funktioniert und hat positive Effekte. Für die gesetzlichen Krankenkassen, die Patientinnen und Patienten sowie für den Biotech-Standort Deutschland. Denn: Biosimilars sorgen für Einsparungen, sie ermöglichen mehr Betroffenen den Zugang zu biologischen Arzneimitteln und bieten – aufgrund global diversifizierter Produktionsstandorte mit einem Schwerpunkt in Europa – maximale Versorgungssicherheit. Das ist das Ergebnis der Studie, die von der Unternehmensberatung MundiCare im Auftrag der AG Pro Biosimilars durchgeführt wurde. Sie zeigt zugleich auf, was auf dem Spiel steht, wenn die im Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) geplante automatische Substitution im Sommer 2022 tatsächlich in Kraft tritt.

Ein aktiver Wettbewerb führt zu sinkenden Preisen

Je länger es Biosimilars gibt, desto schneller kommen sie nach ihrem Markteintritt in die Versorgung. Dauerte es bei Infliximab (eingeführt 2015) noch 26 Monate bis Biosimilars die Hälfte der Marktanteile erreicht hatten, waren es bei Rituximab (eingeführt 2017) nur noch elf Monate.

Der Blick auf den Rheuma-Wirkstoff Adalimumab zeigt deutlich: Der Wettbewerb aller Biologika-Hersteller (Biosimilars und Referenzprodukte) führt dazu, dass sowohl die Ausgaben insgesamt sinken, als auch die Kosten pro Patient beziehungsweise pro Patientin. Vor Markteinführung des Biosimilars lagen die sogenannten Tagestherapiekosten noch bei 59,79 Euro. Innerhalb von nur zwei Jahren sind sie um fast ein Drittel auf 41,34 Euro gefallen.

500
Millionen
56
Prozent
5
Millionen

Biosimilars bringen Einsparungen in Millionenhöhe

Seit Einführung der in der Studie beispielhaft analysierten Biosimilars Etanercept und Adalimumab zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen wachsen die Ersparnisse: Allein 2020 haben die gesetzlichen Krankenkassen durch den Einsatz von Biosimilars bei diesen Wirkstoffen mehr als 500 Millionen Euro eingespart.

Anzahl der Tagestherapiedosen steigt, Ausgaben sinken

Die dank Biosimilars sinkenden Tagestherapiekosten entlasten nicht nur die gesetzlichen Krankenkassen: Sie ermöglichen auch mehr Betroffenen den Zugang zu innovativen Biologika-Therapien. Und das bei sinkenden Kosten. Obwohl die Anzahl der verordneten Tagestherapiedosen von Adalimumab um 29 Prozent anstieg (von 17,18 auf 22,18 Millionen), sanken die realen Kosten der Krankenkassen um elf Prozent (von 1,03 Milliarden auf 917 Millionen Euro).

Standortvielfalt garantiert Versorgungssicherheit

Europa ist traditionell ein starker Produktionsstandort für Biopharmazeutika. Aktuell liegt der europäische Marktanteil der in Deutschland benötigten Biosimilars (in Tagestherapiedosen) bei 56 Prozent. Zunehmend gibt es auch in Amerika und Asien Produktionsstätten – mit steigender Tendenz. Ein Blick auf die weltweiten Biosimilar-Produktionsstätten zeigt eine optimale Diversifizierung. Diese Vielfalt der Produktionsstandorte ist ein Garant für resiliente Lieferketten und eine verlässliche Versorgung der Patientinnen und Patienten. So gab es bei Biosimilars bislang keine Versorgungsengpässe. Zugleich zeigt sich, dass der heimische Produktionsstandort verschiedenen Herstellern die Perspektiven bietet, sich im noch jungen Markt der Biosimilars zu engagieren.

Aus Generika-Substitution lernen

Mit der automatischen Substitution, die 2022 eingeführt werden soll, werden exklusive Rabattverträge zwischen den Krankenkassen und Arzneimittelherstellern ermöglicht. Diese Vertragsform, bei der nur ein einziger Hersteller alle Patienten und Patientinnen der Krankenkasse mit dem ausgeschriebenen Wirkstoff versorgt, ist für die Krankenkassen auf den ersten Blick günstiger. Die daraus entstehende langfristige Marktverengung gepaart mit einem stetig steigenden Kostendruck hat aber fatale Folgen – wie die Entwicklung auf dem Generika-Markt gezeigt hat.

Denn: Seit der Scharfschaltung der Rabattverträge für die chemisch-synthetisch hergestellten Generika und deren Originalprodukte im Jahr 2007 konzentriert sich die Produktion von Generika-Wirkstoffen mehr und mehr auf nur wenige Regionen außerhalb Europas. Derzeit diskutiert die Politik über Gegenmaßnahmen, da genau diese Entwicklung verstärkt zu Liefer- und Versorgungsengpässen geführt hat und – gerade in Krisensituationen – fatale Folgen haben kann.

Studie: Das leisten Biosimilars für die Versorgung!

Die Studie über die positiven Effekte von Biosimilars für das Gesundheitssystem finden Sie hier zum Download.

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Zusammenfassung: Das leisten Biosimilars für die Versorgung!

Die Zusammenfassung der Studie über die positiven Effekte von Biosimilars für das Gesundheitssystem finden Sie hier.

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Studien

Einsparpotenziale Biosimilars

INSIGHT Health-Studie: Die konsequente Umsetzung von Zielvereinbarungen, die regional von den Kassenärztlichen

Vereinigungen (KVen) getroffen werden, könnte Einsparungen in Höhe von 328 Millionen einbringen.

Die konsequente Umsetzung von Zielvereinbarungen, die regional von den  Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) getroffen werden, könnte Einsparungen in Höhe von 328 Millionen einbringen. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts „INISIGHT Health“ im Auftrag der AG Pro Biosimilars. Die Studie zeigt: Würden die einzelnen Biosimilars in allen 17 KV-Regionen so häufig verschrieben, wie es jeweils in der mit den höchsten Versorgungsanteilen pro Wirkstoff geschieht, könnte das –  zusätzlich zu den bereits erzielten 343 Millionen Euro – Einsparungen von bis zu 671 Millionen Euro erzielen.

343
Mio.
62,2
Prozent
328
Mio.


Für Walter Röhrer, den stellvertretenden Vorsitzenden der AG Pro Biosimilars, ist die Studie der Beweis für die Durchschlagskraft des Instruments Zielvereinbarungen:

Walter Röhrer, Stv. Vorsitzender der AG Pro Biosimilars

Walter Röhrer

Stv. Vorsitzender

Wir sehen, wie hoch das Einsparpotenzial der Biosimilars ist. Und wir sehen, dass diese Höhe durchaus realistisch ist, denn: Kann die eine KV bei Biosimilars derartig große Versorgungsanteile erreichen, kann das eine andere auch.

Im Februar 2020 hat der G‑BA das Verfahren eröffnet, in dessen Rahmen sich Stellungnahmeberechtigte zum Austausch von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln auf Arztebene äußern können. Im nächsten Schritt wird er die Kriterien zum Austausch festlegen. Dann ist es an den KVen, Versorgungs- und Wirtschaftlichkeitsziele nachzuhalten.

Mit der Studie „Einsparungen und Einsparpotenziale durch Biosimilars“ von INSIGHT Health“ legt die AG Pro Biosimilars erstmals Zahlen vor, die realistische Einsparpotenziale beziffern:

  • Schon jetzt bringen Biosimilars tatsächliche Einsparungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro.
  • Allein für den Wirkstoff Adalimumab gibt es ein realistisches Einsparpotential von 178,42 Millionen Euro. Diese Summe käme zustande, wenn der Versorgungsanteil der Biosimilars in allen KV-Regionen bei 62,24 Prozent läge, so wie es in der KV-Region Niedersachsen der Fall ist.
  • Bei dem maximalen (und allerdings unwahrscheinlichen) Szenario, dass sämtliche Altoriginale durch Biosimilars ersetzt würden, könnten 542,96 Millionen eingespart werden
Einsparpotentiale durch Biosimilars — Eine Analyse (Feb 2020)

Eine Studie von INSIGHT Health im Auftrag der AG Pro Biosimilars hat ausgerechnet, wie viel Biosimilars pro Jahr einsparen könnten. Da ist noch viel Potenzial.

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Publikationen

Biosimilars als Chance für die Rheuma-Therapie

In dieser im Jahr 2018 erschienenen Publikation erläutern Gastautoren und Experten, in welchem Maße Biosimilars in der Rheumatologie zum Einsatz kommen.

Sie erläutern die Entwicklung, die mit Infliximab und Etanercept begann — bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Adalimumab (Humira®) aus dem Patent lief.

In Kürze steht der Patentablauf des in der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland umsatzstärksten Arzneimittels an: Nach den rheumatologischen Therapeutika Infliximab und Etanercept verliert auch Adalimumab (Humira®) seinen Patentschutz.

Vor diesem Hintergrund wurde der „Versorgungsfokus Rheuma“ aktualisiert, um über einige grundlegende Aspekte von Biosimilars, deren Potenzial und Bedeutung für die Patientenversorgung sowie über deren Einsatz zur Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen informieren.

Ein Artikel von Prof. Dr. med. Jürgen Braun (Ärztlicher Direktor, Rheumazentrum Ruhrgebiet) über die Rolle von Biosimilars in der Therapie entzündlich-rheumatischer Erkrankungen leistet hierzu einen Beitrag. Ergänzend wird die aktuelle Versorgungssituation beleuchtet.

Versorgungsfokus Rheumatologie

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Cover Versorgungsfokus Rheuma
Biosimilars bei Rheuma
Patientin: So war der Wechsel aufs Biosimilar!

Doreen Reimann leidet unter schwerem Rheuma. Ein Biologikum veränderte ihr Leben. Warum sie trotzdem auf ein Biosimilar wechselte, erzählt sie hier.

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Publikationen

10 Jahre Biosimilars in der Onkologie

In dieser im Jahr 2019 erschienenen Publikation erläutern Gastautoren und Experten, in welchem Maße Biosimilars in der Onkologie zum Einsatz kommen.

Sie zeichnen die Entwicklung nach, die mit dem Einsatz von Biosimilars in der Supportivmedizin begann und zu ihrem Einsatz als therapeutische Wirkstoffe führte.

Seit über 10 Jahren ist Filgrastim als Biosimilar in der Onkologie-Supportivmedizin verfügbar, etabliert und bewährt. Und der Erfolg der therapeutischen Biosimilars wie Rituximab, Trastuzumab und Pegfilgrastim, mit ständig steigenden Versorgungsanteilen, gibt den Biosimilars in der Onkologie viel Rückenwind. Weitere Biosimilars – allen voran Bevacizumab – standen (Stand 2019) in den Startlöchern.

Im „Versorgungsfokus Onkologie“ geben Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig und Frau Dr. Stanislava Dicheva-Radev (beide AkdÄ) einen Überblick darüber, wie Biosimilars in der Onkologie eingesetzt werden. Außerdem informieren wir über grundlegende Aspekte von Biosimilars, deren Potenzial und Bedeutung für die Patientenversorgung sowie über deren Einsatz in der Onkologie.

Zudem finden Sie eine Zusammenstellung sämtlicher zugelassener Biosimilars mit Anwendung in der Onkologie und Hämatologie (Stand Dezember 2018) sowie die Indikationen, bei denen die betreffenden Wirkstoffe eingesetzt werden.

Versorgungsfokus Onkologie

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Cover Versorgungsfokus Onkologie_2
Film: Biosimilars in der Onkologie

2017 hat die Europäische Kommission die ersten Biosimilars gegen Krebs zugelassen. Was bedeutet das für Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem? Diese Fragen beantworten wir in einem Filmbeitrag .

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Studien

Biosimilars im Krankenhaus

Studienergebnisse von Simon-Kucher & Partners

Biosimilars setzen sich in der ambulanten Versorgung mehr und mehr durch. Aber welche Rolle spielen sie im Krankenhaus? Die AG Pro Biosimilars hat das Beratungsunternehmen Simon Kucher & Partners beauftragt, diese Frage im Rahmen einer Studie genauer zu beleuchten und die Ergebnisse nun veröffentlicht.

Biosimilars spielen demnach auch in der Krankenhausversorgung – sowohl in der stationären Behandlung wie auch in der Klinikambulanz – eine zunehmende Rolle. Nach dem anfänglich zurückhaltenden Einsatz der „Biosimilars 2.0“ durch die Krankenhausärzte sei in den letzten beiden Quartalen ein verstärkter Einsatz zu verzeichnen. Entscheidend dafür sei, dass Ärzte gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Biosimilars gemacht hätten.

Allerdings führten Fehlanreize im Vergütungssystem in vielen Fällen zu einer Benachteiligung der Biosimilars: Controllingabteilungen und Krankenhausapotheken achten besonders auf einen aus Krankenhaussicht wirtschaftlichen Arzneimitteleinkauf.

In der stationären Versorgung erhalten Kliniken für bestimmte, meist höherpreisige Arzneimitteltherapien eine zusätzliche Vergütung – sogenannte Zusatzentgelte – auf die übliche Fallpauschale pro Patient und Diagnose. Daraus folge, dass Kliniken versuchen, aus der Differenz von Zusatzentgelt und realem Einkaufspreis eine Marge für die Klinik zu erwirtschaften. Die Festlegung des Zusatzentgelts solle daher so erfolgen, dass ein preislicher Kellertreppeneffekt vermieden wird. Denn dieser könne anderenfalls perspektivisch die Nachhaltigkeit des Biosimilarwettbewerbs untergraben.

Für die Behandlung in der Klinikambulanz verhandeln die Kliniken mit den Krankenkassen über die Erstattungspreise für Arzneimittel in sogenannten § 129 SGB V‑Verträgen. Eine Benachteiligung der Biosimilars könne dabei entweder durch einen einheitlichen Abrechnungsbetrag je Wirkstoff oder durch einen prozentualen Abschlag auf die Listenpreise, differenziert nach Referenzprodukt bzw. Biosimilar, vermieden werden. Die bislang gängige Vertragsform, bei der ein einheitlicher Prozentsatz als Abschlag auf den Listenpreis definiert wird, mache für das Krankenhaus den Einsatz der teureren Originalprodukte zulasten der gesetzlichen Krankenkassen betriebswirtschaftlich attraktiv.

Ergebnisse Studie

Studie von Simon Kucher & Partners zur Rolle von Biosimilars im Bereich der Kliniken (09/2017)

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Zusammenfassung

Studie von Simon Kucher & Partners zur Rolle von Biosimilars im Bereich der Kliniken (09/2017)

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Publikationen

Biosimilars im Einsatz zur Behandlung von CED

In dieser im Jahr 2016 erschienenen Publikation erläutern Gastautoren und Experten, in welchem Maße

Biosimilars bei der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zum Einsatz kommen.

In der 2016 erschienenenen Publikation „Versorgungsfokus Chronisch-Entzündliche Darmerkrankungen (CED)“ informieren wir über einige grundlegende Aspekte der Biosimilars, deren Chancen für die Versorgung der Patientinnen und Patienten und insbesondere über deren Einsatz zur Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Einen Beitrag hierzu leisten die CED-Experten Dr. med. Bernd Bokemeyer (Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Minden) und Prof. Dr. med. Stefan Schreiber (Klinik für Innere Medizin I, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) mit einem Artikel über die Rolle der Biosimilars in der Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED).

Versorgungsfokus CED (2016)

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Cover CED-Publikation
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