INSIGHT Health-Studie: Die konsequente Umsetzung von Zielvereinbarungen, die regional von den Kassenärztlichen
Vereinigungen (KVen) getroffen werden, könnte Einsparungen in Höhe von 328 Millionen einbringen.
Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts INISIGHT Health im Auftrag der AG Pro Biosimilars. Die Studie zeigt: Würden die einzelnen Biosimilars in allen 17 KV-Regionen so häufig verschrieben, wie es jeweils in der mit den höchsten Versorgungsanteilen pro Wirkstoff geschieht, könnte das – zusätzlich zu den bereits erzielten 343 Millionen Euro – Einsparungen von bis zu 671 Millionen Euro erzielen.
Für Walter Röhrer, den stellvertretenden Vorsitzenden der AG Pro Biosimilars, ist die Studie der Beweis für die Durchschlagskraft des Instruments Zielvereinbarungen:
Im Februar 2020 hat der G‑BA das Verfahren eröffnet, in dessen Rahmen sich Stellungnahmeberechtigte zum Austausch von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln auf Arztebene äußern können. Im nächsten Schritt wird er die Kriterien zum Austausch festlegen. Dann ist es an den KVen, Versorgungs- und Wirtschaftlichkeitsziele nachzuhalten.
Mit der Studie „Einsparungen und Einsparpotenziale durch Biosimilars“ von INSIGHT Health legt die AG Pro Biosimilars erstmals Zahlen vor, die realistische Einsparpotenziale beziffern:
- Schon jetzt bringen Biosimilars tatsächliche Einsparungen in Höhe von rund 350 Millionen Euro.
- Allein für den Wirkstoff Adalimumab gibt es ein realistisches Einsparpotenzial von 178,42 Millionen Euro. Diese Summe käme zustande, wenn der Versorgungsanteil der Biosimilars in allen KV-Regionen bei 62,24 Prozent läge, so wie es in der KV-Region Niedersachsen der Fall ist.
- Bei dem maximalen (und allerdings unwahrscheinlichen) Szenario, dass sämtliche Altoriginale durch Biosimilars ersetzt würden, könnten 542,96 Millionen eingespart werden.
Februar 2020
Eine Studie von INSIGHT Health im Auftrag der AG Pro Biosimilars hat ausgerechnet, wie viel Biosimilars pro Jahr einsparen könnten. Da ist noch viel Potenzial. (Februar 2020)