Immer mehr Rheuma-Patienten haben Zugang zu biologischen Arzneimitteln

Seit der Einführung der Adalimumab-Biosimilars ist die Zahl der GKV-Patienten, die innerhalb eines Jahres mit Adalimumab behandelt wurde, gestiegen. Das bedeutet für die Versorgungssituation in Deutschland: Es gibt jetzt mehr Menschen mit Rheuma, chronisch entzündlichen Darmkrankheiten oder Schuppenflechte, die Zugang zu einem biologischen Arzneimittel haben als vorher.

Dazu sagt Bork Bretthauer von der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars: „Wir sehen, dass Biosimilars nicht nur zu hohen Einsparungen führen. Sie spielen auch eine wichtige Rolle, wenn es um eine bessere Versorgung geht.“

Die folgende Grafik zeigt die Anzahl der Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die im jeweiligen Monat eine Adalimumab-Verordnung erhielten:

Grafik des Monats November: Behandlung der Patienten mit Adalimumab-Biosimilars

Waren es im Oktober 2018 – dem Monat, als die ersten Adalimumab-Biosimilars auf den Markt kamen – noch ca. 19.200 Patienten, die das Originalprodukt mit diesem Wirkstoff verordnet bekamen, steigt ihre Zahl seitdem beinahe monatlich an. Im September 2019 erhielten schon rund 21.400 Patienten eine Verordnung mit dem Wirkstoff Adalimumab.

Diese Entwicklung ist bei Rheuma einzigartig. Schaut man sich die Entwicklung der biologischen Arzneimittel in anderen Indikationen an – z.B. bei Trastuzumab, das bei Krebs eingesetzt wird – zeigt sich: Hier wird genau so viel Trastuzumab (Original oder Biosimilar) verschrieben wie vorher. Bretthauer: „Bei Rheuma – einer chronischen Krankheit, die auf verschiedene Arten behandelt werden kann –  hat der hohe Preis der Biologika manche Ärzte offenbar dazu angeregt, den Wirkstoff nur zurückhaltend zu verschreiben. Erst die Verfügbarkeit von Biosimilars hat dazu geführt, dass mehr Patienten der gesetzlichen Krankenkassen mit dem biologischen Arzneimittel versorgt werden.“