Krebs
Fast 500.000 Menschen erkranken nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jedes Jahr neu an Krebs. Nach Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems gehört eine Krebserkrankung zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Dank moderner Therapieverfahren wie etwa mit biopharmazeutischen Arzneimitteln haben sich die Voraussetzungen für die betroffenen Patient:innen in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich verbessert.
Bedeutung von Biopharmazeutika in der Krebstherapie: Biopharmazeutika ergänzen etablierte Therapieverfahren. So wirkt etwa der Wirkstoff Filgrastim gegen eine häufige Begleiterscheinung einer Chemo- und Strahlentherapie. Der Einsatz dieser hochkomplexen Arzneimittel verbesserte in den vergangenen Jahren die Krebstherapie erheblich und damit auch die Prognose vieler Patient:innen. Und immer mehr dieser Biopharmazeutika stehen auch als Biosimilars zur Verfügung. Während eine Chemotherapie im Körper häufig unspezifisch und auch gegen gesunde Zellen vorgehen kann, sind Biopharmazeutika meist in der Lage, Krebszellen zielgerichteter zu eliminieren.
Wichtige biosimilare Wirkstoffe:
Filgrastim
Filgrastim ( seit 2008 als Biosimilar verfügbar) wird unterstützend in der Krebstherapie eingesetzt, zur Behandlung von sogenannten Neutropenien. Diese entstehen, wenn durch eine Chemo- oder Strahlentherapie die Zahl der Neutrophile (wesentlicher Teil der Immunzellen, d.h. weißen Blutkörperchen) stark sinkt.
Trastuzumab
Trastuzumab (seit 2018 als Biosimilar verfügbar) ist ein Antikörper, der beispielsweise in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird, und das Wachstum bestimmter Krebszellen hemmen kann. Der Wirkstoff stellt für viele Patientinnen einen wichtigen Fortschritt dar. Trastuzumab ist unter anderem für im Frühstadium befindlichen, lokal fortgeschrittenen und metastasierenden Brustkrebs zugelassen. Das meist intravenös verabreichte Arzneimittel wird allein oder in Kombination mit Chemotherapeutika angewendet.