AG-Symposium, 25.9.2025 / @Peter Himsel
Veranstaltungen

Biosimilars bald wie Generika?

Die Folgen der automatischen Substitution für die Arzneimittelversorgung in Deutschland und den Standort Europa

Mit der geplanten Ausweitung der Automatischen Substitution auf biopharmazeutische Fertigarzneimittel läutet der G-BA ein neues Kapitel in der Geschichte der Biosimilars ein.

Hinter diesem Schritt, der massive Folgen für die Versorgung haben kann, steckt ein grundlegendes Dilemma. Auf der einen Seite stehen die wachsenden Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenkassen. Auf der anderen Seite zeigt die Entwicklung auf dem Generikamarkt, dass Lieferengpässe und Produktionsverlagerungen die Folge einer brachialen Sparpolitik sein können.

Der zu erwartende G-BA-Beschluss, der es Krankenkassen ermöglichen wird, exklusive Rabattverträge über Biosimilars abzuschließen und die Preise dadurch massiv zu drücken, wirft Fragen auf: Was lässt sich dadurch gewinnen? Welche Folgen ergeben sich für die Hersteller (unmittelbar) bzw. für die Versorgung (mittelbar)? Und wie groß ist der damit einhergehende Attraktivitätsverlust des Standorts Deutschlands, den die Regierungskoalition in dieser Legislaturperiode eigentlich zum Biotech-Weltmeister machen will?

 

All das diskutierten wir auf unserem diesjährigen Symposium am 25. September 2025

Programm:

  • Begrüßung & Impuls: Walter Röhrer, Vorsitzender AG Pro Biosimilars
  • Keynote: Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit: Tino Sorge, MdB (CDU)

Panel 1: Was bedeutet die automatische Substitution für die Versorgung?

Die Gleichsetzung von Biosimilars mit Generika, wie sie der G-BA plant, könnte massive Folgen haben. Für die Unternehmen, für die Therapiesicherheit und für die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Wir diskutieren die Risiken sowie Möglichkeiten, diese gering zu halten.

Diskussion mit:

    • Detlef Böhler – Leiter Arzneimittel BARMER
    • Gabriele Overwiening – Präsidentin Apothekerkammer Westfalen-Lippe
    • Dr. Martin Spatz, MBA – Head of Specialty Business Germany STADA
    • Dr. med. Silke Zinke – 1. Vorsitzende Berufsverband Deutscher Rheumatologen e.V.

Panel 2: Wie sichern wir die Stärke unseres Biotech-Standortes?

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsender geopolitischer Risiken hat die Politik erkannt: Eine starke europäische Biotech- und Pharmaindustrie ist nicht nur wirtschaftspolitisch wünschenswert, sondern – mit Blick auf eine drohende Abhängigkeit von China – auch strategisch notwendig. Wie passt eine massive Belastung, die die automatische Substitution für die Industrie bedeutet, zu dieser Erkenntnis? Wir sprechen über wirtschaftliche Folgen und mögliche geopolitischen Konsequenzen.

Diskussion mit:

  • Dr. Jasmina Kirchhoff – Projektleiterin „Pharmastandort Deutschland“ Institut der deutschen Wirtschaft
  • Daniel Rinkert, MdB erweiterter Fraktionsvorstand der SPD-Bundestagsfraktion
  • Thomas Weigold – Country President Sandoz Germany & CEO Hexal AG

Moderation: Theresa Rauffmann

Pressemitteilung zur Veranstaltung