10 Jahre Biosimilars in der Onkologie

Versorgungsfokus Onkologie

Seit über 10 Jahren ist Filgrastim als Biosimilar in der Onkologie-Supportivmedizin verfügbar, etabliert und bewährt. Der Erfolg der therapeutischen Biosimilars wie Rituximab, Trastuzumab und Pegfilgrastim, mit ständig steigenden Versorgungsanteilen, geben den Biosimilars in der Onkologie viel Rückenwind. Und weitere Biosimilars – allen voran Bevacizumab – stehen in den Startlöchern.

Broschüre Biosimilars in Zahlen

Marktdaten 2018

Das Jahr 2018 war mit dem Patentablauf von Humira®/Adalimumab, dem umsatzstärksten Arzneimittel weltweit, ohne Zweifel ein Meilenstein für Biosimilars – insbesondere in der Rheumatologie und für Biosimilars ganz generell. Zum ersten Mal in der Geschichte der Biosimilars waren direkt nach Patentablauf mehrere Adalimumab-Biosimilars am deutschen Markt verfügbar. Der Wettbewerb war von Beginn an sehr hoch: rund 40 % Preisnachlass im Vergleich zum Referenzarzneimittel. Hinzu kommen dann noch die Rabattsätze der Open-House-Verträge.

Adalimumab-Biosimilars sind weiter auf dem Vormarsch: Nach wenigen Monaten am deutschen Markt ist mittlerweile jede dritte Adalimumab-Verordnung ein Biosimilar.

Im Jahr 2018 gab es auch ein besonderes Jubiläum: 10 Jahre Biosimilars in der Onkologie. Seit 2008 sind Biosimilars des Granulozyten-Kolonie-stimulierende Faktors (G-CSF, Filgrastim) in der Supportivmedizin in Deutschland verfügbar. Inzwischen sind Biosimilars durch Rituximab und Trastuzumab auch in der Antitumortherapie etabliert. Das zunehmende Vertrauen zeigt sich auch an den Versorgungsanteilen von bereits über 70 % bei Rituximab-Biosimilars und über 50 % bei Trastuzumab-Biosimilars.

Das Jahr 2018 war aber auch die „Geburtsstunde“ des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV), das uns bis heute intensiv beschäftigt. Das Vertrauen in Biosimilars steigt stetig. Biosimilars kommen immer schneller in die Versorgung und die Versorgungsanteile wachsen kontinuierlich. Diese Errungenschaften der Biosimilars dürfen jetzt durch keine politischen Eingriffe in die ärztliche Verordnung gefährdet werden. Wir werden weiter engagiert darum kämpfen, dass die Erfolgsgeschichte der Biosimilars in Deutschland fortgeschrieben wird.

Wird 2018 zum Wendepunkt für Biosimilars?

Biosimilarsymposium 11.9.2018

Wird 2018 zum Wendepunkt für Biosimilars? Unter dieser Überschrift stand das diesjährige Symposium der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars, das am 11. September in Berlin stattfand.

Symposium Biosimilars 2018 / Wird 2018 zum Wendepunkt für Biosimilars? / Berlin, Radialsystem, 11.09.2018
Foto: ©Svea Pietschmann

Biosimilars 2018: Neue Dynamik in der Versorgung in Onkologie und Rheumatologie

Biosimilars können nicht nur zu einer Entlastung des Gesundheitssystems beitragen, sondern beispielsweise durch neue Stabilitätsdaten auch zu einer Verbesserung der Versorgung führen.

 

Dr. Stephan Eder (Hexal AG/Vorsitzender AG Pro Biosimilars), Prof. Dr. Diana Lüftner (DGHO), Dieter Wiek (Deutsche Rheuma-Liga) und Prof. Dr. J. Braun (DGRh), Elmar Esser (Moderator) – Fotograf Peter Himsel

Hauptstadtkongress „Medizin und Gesundheit“

6. - 8. Juni 2018 im CityCube Berlin

Die AG Pro Biosimilars war wieder mit einem Stand auf dem diesjährigen Hauptstadtkongress „Medizin und Gesundheit“ vertreten.

Stand der AG Pro Biosimilars

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trastuzumab: Zweites onkologisches Therapeutikum als Biosimilar verfügbar

Ab jetzt ist auch der monoklonale Antikörper Trastuzumab als Biosimilar in Deutschland verfügbar. Trastuzumab wird eingesetzt zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit frühem oder metastasiertem Mammakarzinom sowie metastasiertem Magenkarzinom, sofern die Tumore eine HER2-Überexpression oder HER2-Genamplifikation aufweisen.

BMC-Kongress am 23.1.2018

Biosimilars 2.0 - Was können Biosimilars in der Onkologie leisten?

Seit 2017 gibt es die ersten therapeutischen Biosimilars in der Onkologie. Weitere Wirkstoffe werden folgen. Biosimilars können somit nun auch in der Onkologie Einsparungen ohne Qualitätsverlust ermöglichen und gleichzeitig die Versorgung verbessern.

v.l.n.r. Dr. A. Eberhorn, Prof. Dr. D. Lüftner, Dr. T. Schöning, A. Mihm