Für mehr Biosimilars in der Versorgung braucht es keine Austauschbarkeit in der Apotheke

Diese Einschätzung teilten die Referenten des Pro Biosimilars-Symposiums am 22.05.2019 auf dem Hauptstadtkongress: Prof. Dr. Theo Dingermann von der Goethe-Universität Frankfurt, Dr. Holger Neye von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und der stellv. Vorsitzende der AG Pro Biosimilars Walter Röhrer (Biogen) diskutierten zum Thema „Versorgungstrends Biosimilars: Zielvereinbarungen und Austauschbarkeit von Biosimilars im GSAV“.

„Besonnenheit statt Dirigismus“

Zum nun bekannt gemachten Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums für ein Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV), wonach künftig der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Austauschbarkeit von Biosimilars in der Apotheke regeln sollte, äußert sich Bork Bretthauer von der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars wie folgt:

Ein Meilenstein auf dem deutschen Arzneimittelmarkt: Adalimumab-Biosimilars in Deutschland eingeführt

Seit dem 17. Oktober 2018 ist der monoklonale Antikörper Adalimumab (Referenzarzneimittel: Humira) in Deutschland als Biosimilar verfügbar. Die Ausgaben für Humira betrugen allein im deutschen Markt für das seit Jahren umsatzstärkste Arzneimittel in der Gesetzlichen Krankenversicherung knapp eine Milliarde Euro. Zum Vergleich: Für Generika, die derzeit 78 Prozent der Arzneimittelversorgung abdecken, geben die Kassen pro Jahr etwa zwei Milliarden Euro aus.

Biosimilars 2018: Neue Dynamik in der Versorgung in Onkologie und Rheumatologie

Biosimilars können nicht nur zu einer Entlastung des Gesundheitssystems beitragen, sondern beispielsweise durch neue Stabilitätsdaten auch zu einer Verbesserung der Versorgung führen.

 

Dr. Stephan Eder (Hexal AG/Vorsitzender AG Pro Biosimilars), Prof. Dr. Diana Lüftner (DGHO), Dieter Wiek (Deutsche Rheuma-Liga) und Prof. Dr. J. Braun (DGRh), Elmar Esser (Moderator) – Fotograf Peter Himsel