Pro Biosimilars - nachhaltige Gesundheitsversorgung

Nachhaltige Arzneimittelversorgung

Künftig werden mehr und mehr biopharmazeutische Arzneimittel ihren Patentschutz verlieren. Dann können Biosimilars für die Versorgung bereitgestellt werden.  Sie erweitern das Therapiespektrum des Arztes: Ärzte können dank Biosimilars erstmals auch bei den Biopharmazeutika auf absolut gleichwertige Arzneimittel zurückgreifen.

Im Jahr 2018 sind mit einem Umsatzvolumen von 825 Mio. Euro mehr biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel aus dem Patent gelaufen als die bisher üblichen chemisch synthetisierten. Das betrifft vor allem die sogenannten Antikörper, die Patienten viele neue Behandlungsmöglichkeiten bringen. Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat sich bereits erfolgreich auf die Zulassung biosimilarer Antikörper eingestellt. Obwohl seit März 2019 vier biosimilare monoklonale Antikörper (Infliximab / Etanercept / Rituximab / Adalimumab) für die Arzneimittelversorgung zur Verfügung stehen, ist das deutsche Gesundheitssystem auf die Biosimilars noch nicht entsprechend vorbereitet.

Dabei hängt die Finanzierbarkeit der Arzneimittelversorgung in Zukunft ganz maßgeblich davon ab, dass es nach dem Ende des Patentschutzes der Biopharmazeutika zu Wettbewerb kommt. Wettbewerb entsteht nur durch den Markteintritt von Biosimilars und nur der Wettbewerb führt zu sinkenden Preisen, ohne die eine nachhaltige Arzneimittelversorgung in diesem wichtigen Bereich dauerhaft nicht zu finanzieren wäre.

Biosimilars können dann Patienten nachhaltigen Zugang zu modernsten Therapien ermöglichen. Daher muss es darum gehen, die Benachteiligung, die Biosimilars im heutigen Regulierungsdschungel des Gesundheitssystems erfahren, aus dem Weg zu räumen.

Daher müssen die heutigen Benachteiligungen, die Biosimilars im Regulierungsdschungel des Gesundheitssystems erfahren, aus dem Weg geräumt werden.