Das Biosimilarjahr 2017 – Fokus auf die Onkologie

Broschüre "Biosimilars in Zahlen"

Das Biosimilarjahr 2017 stand klar im Zeichen der Onkologie. Am 22. Februar 2017 hat die Europäische Kommission das erste Rituximab-Biosimilar für den europäischen Markt zugelassen.
Inzwischen stehen zwei Biosimilars für die Versorgung zur Verfügung.

Sie sind in den gleichen Indikationsgebiet en anwendbar wiedas Referenzprodukt, darunter Non-Hodgkin-Lymphome, chronisch lymphatische Leukämie und rheumatoide Arthritis.

Die Zulassung der ersten Rituximab-Biosimilars ist ein Meilenstein  für die Onkologie. Um die bestmögliche Behandlung der betroffenen Patienten angesichts hoher Kosten für neue Therapien auch in Zukunft finanzierbar zu halten, können Biosimilars einen ganz wesentlichen Beitrag leisten. Dazu müssen sie nun zügig ihren Weg in die Versorgung finden.

Damit das gelingt, müssen Ärzte und Klinikapotheker umfassend und unabhängig informiert werden. Eine Ärztebefragung der Firma Doc Check im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars von 2017 zeigt, dass sich Ärzte vor allem mehr unabhängige Information durch Fachgesellschaften zu Biosimilars wünschen. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass eine Reihe von Fachgesellschaften 2017 ihre Positionierungen zu Biosimilars aktualisiert bzw. neu entwickelt haben. In der Onkologie sind insbesondere die neuen Papiere der European Society of Medical Oncology (ESMO) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) zu nennen, die beide den Einsatz von Biosimilars befürworten.

Auch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) mit ihrem neuen Leitfaden zu Biosimilars und jüngst der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) mit seiner Positionierung zum Einsatz von Biosimilars haben hier wichtige Schritte gemacht. So hält die AkdÄ fest: „Biosimilars sind bezüglich der therapeutischen Wirksamkeit,
der Verträglichkeit und der Sicherheit in allen zugelassenen Indikationen gleichwertig dem jeweiligen Referenzarzneimittel und können wie dies es eingesetzt werden.“Folgerichtig empfiehlt die AkdÄ, bei Erst- und Folgeverordnungen von Biologika immer die wirtschaftlichere Verordnungsalternative auszusuchen.