Pro Biosimilars - Versorgung

Versorgung

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass viele Patienten in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Europa nicht ihrem medizinischen Bedarf entsprechend mit biopharmazeutischen Arzneimitteln versorgt werden.

Dabei eröffnen viele Biopharmazeutika neue Behandlungsmöglichkeiten bei schweren und lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie zum Beispiel bei Krebs, Multipler Sklerose oder Rheumatoider Arthritis.

Allerdings sind die oftmals noch patentgeschützten Biopharmazeutika auch besonders teuer – ein Grund, warum sie zurückhaltend verordnet werden. Biosimilars können einen Ausweg aus dieser Situation darstellen und die bestehenden Versorgungslücken schließen. Gleichzeitig sinken durch die Biosimilars die Behandlungskosten.

Krankenkassen haben 2017 über 8,3 Milliarden Euro (auf Basis der Apothekenverkaufspreise) für Biopharmazeutika ausgegeben. Das entspricht 23,6 % der gesamten Ausgaben der Krankenkassen für Arzneimittel in Höhe von 35,2 Milliarden Euro. Hiervon entfielen lediglich 450 Millionen. Euro auf Biosimilars.

7 der 10 ausgabenstärksten Arzneimittel sind Biopharmazeutika mit einem Umsatzvolumen von über 2,7 Milliarden Euro.

2018 werden Biopharmazeutika mit einem Umsatz von 825 Mio. Euro aus dem Patent laufen. Preisvorteile von nur 20 % durch Biosimilars auf dieses Umsatzvolumen würde bereits zu Einsparungen der Krankenkassen in Höhe von 165 Mio. Euro führen.

Biosimilars bieten daher einen kostengünstigeren und damit nachhaltigeren Zugang zu hochwirksamen Arzneimitteln und sichern eine auch zukünftig bezahlbare Arzneimittelversorgung.