Symposium der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars am 12. September 2017 im Radialsystem V

Biosimilars für eine gute und bezahlbare Versorgung

Wie gelingt ein nachhaltiger Wettbewerb? Unter dieser Überschrift stand das diesjährige Symposium der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars, das am 12. September in Berlin stattfand.

Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft, eröffnete den Tag mit einem Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Biosimilars.

Dr. Andreas Eberhorn (Vorsitzender der AG Pro Biosimilars)

Im ersten Panel stellte Dr. Matthias Liefner von Simon Kucher & Partners die Ergebnisse eines Studienprojekts im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft zu Biosimilars im Krankenhaussektor vor und diskutierte diese mit Dr. Martin Hug (Apotheke der Universitätsklinik Freiburg), Dr. Katja Knauf (AOK Sachsen-Anhalt) und Dr. Rüdiger Jankowsky (Cinfa Biotech).

Dr. Matthias Liefner (Simon Kucher & Partners)
Dr. Martin Hug (Apotheke der Universitätsklinik Freiburg), Dr. Katja Knauf (AOK Sachsen-Anhalt), Dr. Matthias Liefner (Simon Kucher & Partners), Dr. Rüdiger Jankowsky (Cinfa Biotech)

Das zweite Panel widmete sich unter dem Titel „Was kostet Krebs? – Biosimilare Antikörper in der Onkologie“ diesem hochrelevanten Indikationsgebiet, in dem seit wenigen Monaten erstmals biosimilare Therapeutika zur Verfügung stehen. Dr. Frank Wartenberg, QuintilesIMS, gab einen Überblick über Ausgabenentwicklung, Stand der Entwicklungspipelines und Einsparpotenziale als Einstieg in die gemeinsame Diskussion mit Dr. Silvia Bellmann (AOK Hessen) und Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der AG Pro Biosimilars. Biosimilars böten gute Möglichkeiten für Einsparungen ohne Qualitätsverlust, gerade auch in der Onkologie, wo regelmäßig über die steigenden Kosten für neue Wirkstoffe diskutiert werde.

Dr. Frank Wartenberg (QuintilesIMS)
Dr. Frank Wartenberg (QuintilesIMS), Dr. Silvia Bellmann (AOK Hessen) Peter Thelen (Moderation), Dr. Andreas Eberhorn (Vorsitzender der AG Pro Biosimilars)

In ihrem Impulsvortrag stellte Cosima Bauer das Spannungsfeld zwischen Kostensenkungsinteresse und notwendiger Attraktivität des Marktes für die Hersteller angesichts erheblicher Investitionen und Risiken dar.

Cosima Bauer (May+Bauer)

Matthias Diessel (Teva) ordnete die aktuellen Entwicklungen aus Unternehmenssicht ein und zog das Fazit, dass es zunächst einmal gelte, mit Biosimilars und nicht an Biosimilars zu sparen. Die Verordnungsanteile ließen noch viel Spielraum nach oben.

Matthias Diessel (Teva)

Im letzten Panel des Tages gingen Cosima Bauer (May+Bauer), Matthias Diessel (Teva), Dr. Barthold Deiters (GWQ) und Hans-Holger Bleß (IGES Institut) der Frage nach, wie viel Regulierung sein muss und wie viel Freiraum der Wettbewerb braucht, den die Biosimilars im Bereich der Biopharmazeutika entfachen.

Matthias Diessel (Teva), Dr. Barthold Deiters (GWQ), Peter Thelen (Moderation), Hans-Holger Bleß (IGES Institut), Cosima Bauer (May+Bauer)