BMC-Kongress am 23.1.2018

Biosimilars 2.0 - Was können Biosimilars in der Onkologie leisten?

Seit 2017 gibt es die ersten therapeutischen Biosimilars in der Onkologie. Weitere Wirkstoffe werden folgen. Biosimilars können somit nun auch in der Onkologie Einsparungen ohne Qualitätsverlust ermöglichen und gleichzeitig die Versorgung verbessern.

v.l.n.r. Dr. A. Eberhorn, Prof. Dr. D. Lüftner, Dr. T. Schöning, A. Mihm

Biosimilars in der Onkologie: Wettbewerb sorgt für bessere Versorgung

Lunchtalk BMC-Kongress am 23.1.2018

Seit 2017 gibt es die ersten therapeutischen Biosimilars in der Onkologie. Weitere Wirkstoffe werden folgen. Biosimilars können somit nun auch in der Onkologie Einsparungen ohne Qualitätsverlust ermöglichen und gleichzeitig die Versorgung verbessern.

v.l.n.r. Dr. A. Eberhorn, Prof. Dr. D. Lüftner, Dr. T. Schöning, A. Mihm

Zu diesem Ergebnis kamen im Rahmen eines Lunchtalks beim BMC-Kongress am 23.1.2018 unter dem Titel „Biosimilars 2.0 – Was können Biosimilars in der Onkologie leisten?“ Prof. Dr. Diana Lüftner, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie und Oberärztin an der Charité, Campus Benjamin Franklin, Dr. Tilman Schöning, Ausschussvorsitzender Onkologie des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA e.V.) und stellvertretender Leiter der Apotheke des Universitätsklinikums Heidelberg sowie Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars und Vorstand Hexal AG.

Moderiert von Andreas Mihm, Frankfurter Allgemeine Zeitung, gingen die Experten den Fragen nach, welche Bedeutung Biosimilars in der onkologischen Therapie einnehmen, welche Vorteile sie für die verschiedenen Akteure haben und wie sich ihr tatsächliches Versorgungspotenzial nutzen lässt.

Biosimilare Antikörper seien in der onkologischen Versorgung angekommen, in der Berliner Charité würden z. B. alle Neueinstellungen auf Biosimilars erfolgen. Gerade angesichts der enorm hohen Kosten neuer Krebsmedikamente mache es einfach Sinn, dort zu sparen, wo man es ohne jeden Nachteil tun kann, so Prof. Dr. Diana Lüftner.

Darüber hinaus seien Biosimilars eine Bereicherung für die Versorgung, da sie Wettbewerb erzeugten und das auch zu Verbesserungen für die Arbeit der Klinikapotheker führe, beispielsweise durch die Bereitstellung zusätzlicher Stabilitätsdaten, so Dr. Tilman Schöning.

„Der wachsende Versorgungsanteil der neuen Biosimilars zeigt, dass das Konzept verstanden ist und das Vertrauen wächst – ein positives Zeichen angesichts bevorstehender Patentabläufe und Markteintritte weiterer biosimilarer Wirkstoffe, sagte Dr. Andreas Eberhorn.

Zu Biosimilars in der Onkologie hat die Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars jüngst auch einen Filmbeitrag veröffentlicht, in dem unter anderem Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, zu Wort kommt. Der Film ist hier abrufbar: https://www.youtube.com/Biosimilars in der Onkologie

Biosimilars in der Onkologie

Film auf YouTube

(Berlin) 2017 hat die Europäische Kommission die ersten Biosimilars gegen Krebs zugelassen, weitere biosimilare Wirkstoffe werden bald in die Versorgung kommen. Was bedeutet das für Patienten, Ärzte und das Gesundheitssystem? Diese Fragen möchte die Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars in einem neuen Filmbeitrag beantworten.

Der Film zeigt Impressionen aus der Herstellung von Biosimilars und lässt verschiedene Experten zu Wort kommen, zum Beispiel Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft: „Die Biosimilars werden eine sehr wichtige Rolle in der Krebstherapie spielen, da ihre Zulassung auf sehr strengen Anforderungen der Europäischen Arzneimittelbehörde basiert und wir davon ausgehen können als Ärzte bei ihrer Verordnung, dass es sich um therapeutisch absolut vergleichbare Wirkstoffe mit den Originalprodukten handelt. Das heißt Wirksamkeit, Sicherheit und auch die pharmazeutische Qualität sind gründlich geprüft. In den letzten 10 Jahren sind die Preise für die Krebsmedikamente stark gestiegen. Wenn jetzt ein Teil dieser sehr teuren Krebsmedikamente durch therapeutisch absolut vergleichbare Biosimilars ersetzt werden, dann bedeutet das, dass wir für unser solidarisch finanziertes Gesundheitswesen Kosten einsparen und das ist natürlich auch gewünscht.“

Den Film können Sie hier abrufen:https://www.youtube.com/Biosimilars in der Onkologie