Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars begrüßt neuen Leitfaden der AkdÄ

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat einen umfassenden Leitfaden zum Thema Biosimilars veröffentlicht. Darin werden alle zentralen Themen von der Entwicklung über die Zulassung bis zur Anwendung der biopharmazeutischen Nachfolgepräparate abgedeckt. „Wir begrüßen den neuen Leitfaden sehr. Er ist eine wichtige, unabhängige Informationsquelle für Verordner, die aufklärt und gleichzeitig klare Handlungsempfehlungen gibt“, so Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der AG Pro Biosimilars und Head Specialty/Vorstand Hexal.

Biosimilars 2.0 – Was können Biosimilars in Immunologie und Onkologie leisten?

Satelliten-Symposium auf dem Hauptstadtkongress "Medizin und Gesundheit" 20. - 22.06.2017

Im Rahmen des diesjährigen Hauptstadtkongresses „Medizin und Gesundheit“ vom 20. – 22.06.2017 im City Cube in Berlin lud die Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars zu einem Symposium zum Thema „Biosimilars 2.0 – Was können Biosimilars in Immunologie und Onkologie leisten?“ ein.

v.l.n.r.: Moderation Elmar Esser / Referenten: Dr. Frank Wartenberg, President Central Europe, QuintilesIMS / Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der AG Pro Biosimilars und Mitglied des Vorstandes Hexal / Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, Vorstand Rheuma-Liga und Prof. Dr. C.-M. Wendtner, Chefarzt für Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Palliativmedizin, Infektologie u. Tropenmedizin des Klinikums Schwabing_Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität München

Verbesserung Versorgungsqualität durch Biosimilar-Zielvereinbarungen

Im Rahmen des diesjährigen Kongresses des Bundesverband Managed Care (BMC) hat die Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars ein Symposium zum Thema „Der Weg der Biosimilars in die Versorgung: Regionale Erfolgsmodelle“ ausgerichtet.

Moderiert durch Andreas Mihm, Frankfurter Allgemeine Zeitung, diskutierten Dr. med. Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), Dr. Mani Rafii, Mitglied des Vorstandes der BARMER, und Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der AG Pro Biosimilars und Mitglied des Vorstandes Hexal, über Selektivverträge, Zielvereinbarungen und andere Best Practices.

Symposium "Zielvereinbarungen zu Biosimilars können Versorgungsqualität verbessern" am 24.01.2017
Symposium „Zielvereinbarungen zu Biosimilars können Versorgungsqualität verbessern“ am 24.01.2017

Das eigentliche Geheimnis sei die gute Kommunikation, so Dryden. Die KVWL berate ihre Ärzte individuell. Denn gute Information und das daraus resultierende Vertrauen seien entscheidend. Regionale Zielvereinbarungen zwischen KV und Krankenkassen seien ein wirksames Instrument, um die Versorgungsqualität zu verbessern. Manche Ärzte hätten früher aus Angst vor Regress moderne Biologika vermieden, Biosimilars würden helfen diese Sorgen abzubauen, so Dryden weiter.

Biosimilars zeichneten sich durch die gleiche Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit aus wie die Erstanbieterpräparate, jedoch für weniger Geld, so Rafii. Einsparungen aus Biosimilars könnten nicht zuletzt dazu genutzt werden, um Investitionen in Innovationen zu ermöglichen. Um diesen Vorteil zu nutzen, sei die transparente Information des Arztes entscheidend. Seitens der Krankenkassen und KVen würden nur die Rahmenbedingungen geschaffen, über die Verordnung entscheide der Arzt.

Die richtigen Rahmenbedingungen seien jedoch von zentraler Bedeutung, so Eberhorn. „Die enormen regionalen Unterschiede bei den Verordnungsanteilen der Biosimilars lassen sich medizinisch nicht erklären. Insofern sind Zielvereinbarungen der richtige Weg, um auf regionaler Ebene einen Dialog zwischen Krankenkassen und KVen anzustoßen und die möglichen Einsparungen der Biosimilars für das Gesundheitssystem auch tatsächlich zu realisieren“, so Eberhorn. „Gerade mit Blick auf anstehende Patentabläufe und die großen Potenziale der Biosimilars für die Immunologie und Onkologie, sollte die Politik ihre abwartende Haltung ablegen. Die Pipelines sind gut gefüllt, jetzt müssen die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“