Pro Biosimilars - nachhaltige Gesundheitsversorgung

Nachhaltige Arzneimittelversorgung

Künftig werden mehr und mehr biopharmazeutische Arzneimittel ihren Patentschutz verlieren. Dann können Biosimilars für die Versorgung bereitgestellt werden.  Sie erweitern das Therapiespektrum des Arztes: Ärzte können dank Biosimilars erstmals auch bei den Biopharmazeutika auf absolut gleichwertige Arzneimittel zurückgreifen.

So sind im Jahr 2015 mit einem Umsatzvolumen von 1,34 Mrd. Euro mehr biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel aus dem Patent gelaufen als die bisher üblichen chemisch synthetisierten. Das betrifft vor allem die sogenannten monoklonalen Antikörper, die Patienten viele neue Behandlungsmöglichkeiten bieten.

Obwohl seit Februar 2015 mit Infliximab und seit Februar 2016 mit Etanercept zwei erste biosimilare monoklonale Antikörper auf dem deutschen Markt sind, ist das deutsche Gesundheitssystem auf die Biosimilars noch nicht entsprechend vorbereitet. Aber gerade auch die Finanzierbarkeit der Arzneimittelversorgung hängt in Zukunft ganz maßgeblich davon ab, dass nach dem Ende des Patentschutzes der Biopharmazeutika der Weg für Biosimilars frei ist.

Daher müssen die heutigen Benachteiligungen, die Biosimilars im Regulierungsdschungel des Gesundheitssystems erfahren, aus dem Weg geräumt werden.