Ärzte sehen große Vorteile durch Biosimilars

Aus Sicht vieler Ärzte bieten Biosimilars nicht nur erhebliches Einsparpotenzial für das Gesundheitssystem, sondern auch wichtige Vorteile für die Patienten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Ärztebefragung, die von der Firma DocCheck im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars durchgeführt wurde.[1]

Zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, dass Biosimilars das Gesundheitssystem entlasten werden (62 %). Doch nicht nur für die GKV, auch für Patienten sehen Ärzte einen großen Nutzen: Die Hälfte der Befragten geben an, dass Biosimilars durch ihren günstigeren Preis dazu beitragen werden, bestehende Versorgungslücken zu schließen (49 %).

Neun von zehn Ärzten sind von Biosimilars, ihrer Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit überzeugt: 88 Prozent geben an, dass der Arzt ein Erstanbieterpräparat durch ein Biosimilar ersetzen kann. Zwei Drittel der befragten Ärzte haben das auch bereits getan und Biosimilars verordnet (63 %). Ein sehr klares Meinungsbild gibt es zur Frage, wer die Einstellung bzw. Umstellung vornehmen soll: Das sehen die Ärzte eindeutig als ihre Aufgabe und Verantwortung an. Eine Substitution durch den Apotheker können sich nur 6 % vorstellen.

Der Informationsbedarf ist nach wie vor hoch: Besonders von Fachgesellschaften (51 %), Fachmedien (46 %) und Zulassungsbehörden (39 %) wünschen sich die Befragten in Zukunft noch bessere Information zum Themenfeld Biosimilars.

„Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Potenziale von Biosimilars durchaus erkannt werden. Die Verordnungsrealität bleibt leider noch dahinter zurück. Die aktuell geplante Rechtsverordnung zur Praxissoftware könnte ein Ansatzpunkt sein, dem großen Wunsch der Ärzte nach Information rund um das Thema Biosimilars gerecht zu werden. Beispielsweise regionale Arzneimittelvereinbarungen könnten hier ihren Niederschlag finden“, so Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars.

Ärztebefragung zu Biosimilars

 

[1] Befragt wurden 185 Ärzte der Fachgruppen Rheumatologie, Onkologie, Nephrologie und Gastroenterologie.