Patentabläufe von Biopharmazeutika bringen Chancen für Patientenversorgung und Finanzierbarkeit

In den kommenden drei Jahren (2016-2018) laufen Biopharmazeutika mit einem Umsatzvolumen von 1,3 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt aus dem Patent, so eine Berechnung von INSIGHT Health. Somit können biotechnologisch hergestellte Nachfolgepräparate, sogenannte Biosimilars, in die Versorgung gebracht werden.

Empfehlungen zum Einsatz von Biosimilars

Veröffentlichung des Britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE)

In England publiziert das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) Richt- und Leitlinien für die Gesundheitsversorgung, die in den öffentlichen Einrichtungen des National Health Service (NHS) Anwendung finden. Nun hat das NICE eine Handreichung zur Einführung von Biosimilars veröffentlicht, die neben Hinweisen für das schrittweise Vorgehen auch Best Practice-Beispiele enthält.

AG Pro Biosimilars

Auftaktsymposium zum Thema Versorgung

Unter dem Titel „Biosimilars entwickeln – Versorgung verbessern“ fand am 29. September 2015 das erste Symposium der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars in Berlin statt. Im Radialsystem V referierten und diskutierten Stakeholder aus Industrie und Politik sowie Vertreter der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigungen vor dem Hintergrund steigender Arzneimittelausgaben und zahlreicher Patentabläufe von Biologika in den kommenden Jahren.

Versorgungsfokus Rheuma

Biosimilars als Chance für die Therapie der rheumatoiden Arthritis

Biosimilars werden schon seit 2007 bei der Patientenbehandlung eingesetzt und besitzen mittlerweile in ihren Therapiefeldern eine hohe Relevanz für die Versorgung. Die im Therapiealltag gesammelten Erfahrungen haben gezeigt, dass Biosimilars bei Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit absolut gleichwertig mit den Referenzprodukten sind, aber zusätzlich relevante Preisvorteile bieten.