Open-House-Verträge behindern Biosimilars

Nach Infliximab hat jüngst mit Etanercept ein zweiter biosimilarer Antikörper die Zulassung in Europa erhalten. Biosimilars könnten also in absehbarer Zeit Preiswettbewerb auslösen. Erste Krankenkassen haben aber, sogar noch vor dem Markteintritt des Etanercept-Biosimilars, Open-House-Verträge mit dem Erstanbieter abgeschlossen, obgleich sich diese in der Versorgungspraxis als Bremse für Biosimilars erweisen. Eine Reihe weiterer Kassen haben entsprechende Ausschreibungen bekanntgegeben.

Biosimilars im Einsatz zur Behandlung von Chronisch-Entzündlichen Darmerkrankungen

Biosimilars im Einsatz zur Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

In der Publikation „Versorgungsfokus Chronisch-Entzündliche Darmerkrankungen“ wird über einige grundlegende Aspekte der Biosimilars, deren Chancen für die Versorgung der Patientinnen und Patienten und insbesondere über deren Einsatz zur Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa informiert.

Patentabläufe von Biopharmazeutika bringen Chancen für Patientenversorgung und Finanzierbarkeit

In den kommenden drei Jahren (2016-2018) laufen Biopharmazeutika mit einem Umsatzvolumen von 1,3 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt aus dem Patent, so eine Berechnung von INSIGHT Health. Somit können biotechnologisch hergestellte Nachfolgepräparate, sogenannte Biosimilars, in die Versorgung gebracht werden.

Empfehlungen zum Einsatz von Biosimilars

Veröffentlichung des Britischen National Institute for Health and Care Excellence (NICE)

In England publiziert das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) Richt- und Leitlinien für die Gesundheitsversorgung, die in den öffentlichen Einrichtungen des National Health Service (NHS) Anwendung finden. Nun hat das NICE eine Handreichung zur Einführung von Biosimilars veröffentlicht, die neben Hinweisen für das schrittweise Vorgehen auch Best Practice-Beispiele enthält.